Spatzenfavela
Spatzen sind selten geworden in der Stadt. Deutschlandweit steht der Haussperling heute auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten.
Der „Spatz vom Wallrafplatz“ ist heute Geschichte, längst vorbei ist die Zeit in der sich Willi Ostermann noch fragte:
„Wie kütt die Mösch, die Mösch, die Mösch bei uns en die Köch.“
Neben Nahrungsmangel durch Flächenversiegelung, naturferner Begrünung und Pestizideinsatz, macht den Spatzen vor allem der zunehmende Brutplatzmangel in unseren Städten das Leben schwer.
Alte Gebäude werden saniert und Niststätten gehen ersatzlos verloren, moderne Neubauten sind im Dach- und Fassadenbereich hermetisch abgeriegelt und bieten keine neuen Quartiere.
Eine Spatzenkolonie nach der anderen verschwindet und auch in den Randbezirken der Stadt geht es ihnen nicht viel besser.
Die Spatzenfavela ist Mahnmahl und praktische Hilfe zugleich.
Eine informelle Siedlung aus vielschichtig angeordneten Nisthilfen bietet
heimatlosen Spatzen neue Brutplätze. Als Koloniebrüter wohnen sie gerne dicht beieinander und die Favela lässt sich je nach Bedarf beliebig erweitern.
Sie kann an Brandmauern, in der Nähe von wildwüchsigen Brachgebieten und überall dort zum Einsatz kommen wo naturnahe Bepflanzung für ausreichend Nahrung und Schutz sorgt.
Die Spatzenfavela ist ein Projekt von Kalaman/Wegworth.
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung durch StadtwaldHolz.
NEST IN PEACE
